Für die Predigt am 19. Sonntag nach Trinitatis in der Reutlinger Marienkirche wählte ich nur einen Teil des vorgeschlagenen Predigttextes aus, nämlich Joh 5,2-9, die eigentliche Heilungserzählung am Teich Bethesda. Die Frage, wo und von wem oder was dürfen wir Heilung erfahren und näherhin, was eigentlich ist Heilung, beschäftigte mich in der Vorbereitung. Immer wieder kamen mir Assoziationen zu heuten Heilquellen bzw. Heilbädern, zu heilsamen Erfahrungen mit Wasser. Und doch ist es nach dieser biblischen Geschichte nicht das Wasser, das heilt, sondern Christus und sein Wort. Er ist der Medicus: der Christus medicus.